Auszüge aus dem Schulprogramm

 

1. Bestandsaufnahme - Bericht über die bisherige Entwicklungsarbeit

 

2.  Leitbild unserer Schule: pädagogische Grundorientierung -

   

 

1.  Bestandsaufnahme - Bericht über die bisherige  

Entwicklungsarbeit

 

1.1 Strukturierung des Schulbezirks

 

Lage der Schule:

Die KGS Fleher Straße liegt im Stadtteil Düsseldorf- Flehe. Vorrangiges Einzugsgebiet der Schule sind die Stadtteile Flehe und Volmerswerth. Beide Stadtteile haben überwiegend dörflichen Charakter. Ein großer Teil der Stadtteilbewohner ist katholisch und pflegt eine enge Bindung an die katholische Kirche. Die Pfarrkirchen Schmerzreiche Mutter von Flehe und St. Dionysius von Volmerswerth bilden einen Pfarrverbund.

Kindertagesstätten  im Schulbezirk:

  • Schmerzreiche Mutter, In der Hött 12

  • KITA Volmerswerth, Viehfahrtsweg

  • St. Ludger, Merowinger Str. 172

Bildungs- und Freizeiteinrichtungen

  • Freizeitpark Ulenbergplatz

  • Schulgarten

  • TUSA

  • Pfarrbücherei

  • Schützenverein Flehe

  • Schützenverein Volmerswerth

1.2 Zur Geschichte der Schule

127 Häuser mit 1088 Einwohnern zählt Flehe 1904. Alle außer 12 Personen sind katholisch, als am 8.9. die Schule an der Fleher Straße eröffnet wird. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Kinder in Volmerswerth eingeschult. Am 09.09.1904 beginnt der Unterricht mit 186 Schülern in drei gemischten Klassen. Hauptlehrer Wilhelm Stollenwerk ist der erste Schulleiter. Er bezieht seine Dienstwohnung in dem neu errichteten Ziegelsteinbau.

Sein Nachfolger wird Herr Carl Fassbender, der 10 Jahre die Schulleitung innehat. Schon damals gibt es einen Elternbeirat, in den 8 Mitglieder gewählt werden. Jährlich findet eine amtliche Revision durch Herrn Stadtschulrat Dr. Schmitz statt. Von 1929 bis 1945 ist Herr L. Vössing Rektor der Fleher Schule.

In den wechselvollen Kriegszeiten wird die Schule stark zerstört, so dass der Unterricht ausgelagert werden muss, im Luftschutzkeller stattfindet, schließlich am 2.März 1945 ganz eingestellt wird. 

Nach dem Krieg kann die Schule nicht benutzt werden. Lehrer und Kinder sammeln Kartoffelkäfer, die die Ernte in Volmerswerth, Flehe und Hamm gefährden. Verantwortlich für das Schulwesen in Düsseldorf ist die Besatzungsmacht der Briten unter Major Monteith, die eine Entnazifizierungsaktion durchführt. Elly Nußholz übernimmt als dienstälteste Lehrerin die Leitung der Schule. Im August werden 212 Kinder wieder in die Grundschulklassen eingeschult und im Ausweichgebäude am Räuscherweg unterrichtet. Ab Dezember wird eine Schulspeisung durchgeführt, für 0,65 RM die Woche. Im Juni 1946 wird nach einer Befragung die Schule wieder in eine Katholische Bekenntnisschule umgewandelt, nachdem 1939 alle Bekenntnisschulen abgeschafft worden waren. Am 4. Februar 1948 wird nach 2 ½ Jahren Evakuierung mit einer feierlichen Prozession und einer Feierstunde auf dem Schulhof das alte Schulgebäude mit 4 hergestellten Klassenräumen wieder bezogen. Erst im Schuljahr 49/50 ist die Schule wieder so hergestellt, dass 7 Klassenräume genutzt werden können. Dennoch gilt es immer wieder, neu aufgetretene Schäden zu beheben, kämpft die Schule mit Lehrermangel, so dass der Unterricht nicht in vollem Umfang erteilt werden kann. Es gelingt Frl. Nußholz bis zu ihrer Pensionierung im April 1954 immer wieder, die Eltern davon zu überzeugen, dass die Schule wertvolle Arbeit leistet. 

Im Schuljahr 55/56 wird der Schulhof mit Zementplatten ausgelegt, werden Fensterrahmen und Türen erneuert, neue Waschbecken angebracht, erhalten Treppen und Flure einen neuen Anstrich. Im April 1958 werden die Schulbezirksgrenzen verändert, da im Dahlacker eine neue Schule eröffnet wird. Im Januar 1959 beginnen nach 10 Jahren Wartezeit endlich die Bauarbeiten zu zwei Bautrakten mit den Verwaltungs- und Sonderräumen und der Wohnung des Hausmeisters nach Plänen von Professor Otto Firle. Im Dezember wird der Neubau feierlich eingeweiht und eingesegnet. Das Festprogramm wird im neuen Singsaal durchgeführt. 

Im März 1961 wird der Eselsbrunnen auf dem Schulhof aufgestellt, ein Werk der Bildhauerin Renee Sintenis. 

Zu Beginn des Schuljahres 67/68 kann zum ersten Mal Unterricht nach Plan erteilt werden, jedoch hat die Schule schon bald wieder mit dem allgemeinen Lehrermangel zu kämpfen. Die Schule am Volmarsweg in Volmerswerth wird aufgelöst, die 42 Schulkinder werden nach Flehe überwiesen. 

Zu Beginn des Schuljahres 68/69 wird nach der Neuordnung der Schulen die Fleher Schule Katholische Grundschule., mit Frau Theissen als kommissarischer Schulleitung. Am 1.3.71 wird Frau Lambertz zur Rektorin ernannt. Ihr Nachfolger wird zum 1.8.86 Herr Josef von der Heiden. Im Sommer 1990 erhält die Schule einen neuen Anstrich. 

Im Schuljahr 1996/97 wird der Förderverein gegründet und eine Betreuungsgruppe eingerichtet. Träger ist der Förderverein, der somit eine verlässliche Betreuung für ca 20 Kinder von 8.00-13.30 sichert. Zum Herbst 1998 wird ein in Fertigbauweise errichteter Pavillon mit 4 Klassenräumen bezogen.

Seit Beginn des Schuljahres 1998/1999 wird die Schule von Frau Ursula Peters geleitet.

1.3 Gebäude:

Altbau:

10 Klassenräume

 

Aulatrackt:

1 Klassenraum

1 Aula mit Bühne und Garderobe

Jungen- und Mädchentoiletten

 

Pavillon:

4 Räume für die OGS

Betreuung bis 13.30 Uhr

2 Toiletten

 

Verwaltung:

3 Verwaltungsräume

1 Lehrerzimmer

1 Medienraum

1 Gymnastikhalle

 

2 Spielhöfe

1 Spielwiese

1 eingefriedeter Schulgarten

1.4 Struktur der Schülerschaft

Die KGS Fleher Straße wird im Schuljahr 2011/2012 von ca. 230 Schülerinnen und Schülern besucht.

20 Schüler und Schülerinnen sind ausländischer Herkunft, das sind ca. 10 %.

Es gibt zurzeit 10 Klassen. Im 3. und 4. Schuljahr sind wir dreizügig, in allen anderen Schuljahren gibt es zwei parallele Klassen.

Es ergibt sich eine durchschnittliche Klassengröße von 23,1 Schülern, jedoch bei einer Bandbreite von 21 - 28 Kindern pro Klasse.

1.5. Kollegium

An der Fleher Schule sind zurzeit 13 Lehrerinnen tätig:

Ursula Peters - Rektorin

Margret Grubert - Konrektorin

Renate Fox

Annette Gaspers

Bianca Hilgers

Miranda Pellicciotta

Barbara Türk

Christiane Lübke

Eva Mory

Maria Niehues

Jenny Oelerich

Barbara Richter-Reis

Gabriele Thöne - Menniken

Birgit Warnemünde

Claudia Funk

Fünf Lehrerinnen haben die Unterrichtserlaubnis für das Schwimmen, die so genannte Rettungsfähigkeit. Zwei Lehrerinnen haben die Erlaubnis Eislaufen zu unterrichten. Drei Personen sind im Besitz der Missio, d.h. sie dürfen katholische Religion erteilen. Eine Lehrerin hat die Lehrbefähigung für Sportförderunterricht.

Frau Pulm ist als Sekretärin und Herr Kugel als Hausmeister an unserer Schule beschäftigt.

1.6. Elternarbeit:

Förderverein:

Am 25. Juni 1996 wurde der "Verein der Freunde und Förderer der Städtischen Katholischen Grundschule Fleher Straße 213, Düsseldorf e.V." gegründet.

Er hat sich konstituiert, um bei der Umsetzung des pädagogischen Konzeptes der Fleher Schule mitzuhelfen und die Trägerschaft der Betreuungsmaßnahme "Schule von 8 bis 1 " zu übernehmen.

Im Laufe der Jahre wurden 5 Computer, Bücher zur Aufstockung der Klassenbüchereien und Spielgeräte für eine sinnvolle Pausengestaltung angeschafft

Sie stifteten ein Klettergerüst, das im Schuljahr 1998/99 aufgestellt wurde.

Betreuung:

Am 26. August 1996 wurde an der Fleher Schule vom "Verein der Freunde und Förderer der Städtischen Katholischen Grundschule Fleher Straße 213, Düsseldorf e.V." die erste Betreuungsgruppe mit dem Namen "Rappelkiste " ins Leben gerufen.

Während anfangs das Interesse bei den Eltern nur sehr gering war und nur mit Mühe eine Kleingruppe gefüllt werden konnte, war die Nachfrage bereits im 2. Gründerjahr auf das Doppelte gestiegen. Mit Beginn des Schuljahres 1998/99 musste sogar die zweite Betreuungsgruppe "Bienenkorb" eingerichtet werden.

Beide Gruppen werden mit einem Zuschuss von 4000 € durch die Stadt gefördert.

Zurzeit werden 25 Kinder aus den Klassen 1 und 2  durch acht pädagogisch geschulte Kräfte täglich von 8.15 bis 13.30 Uhr verlässlich betreut. Die Betreuerinnen arbeiten nach gemeinsam abgesprochenen pädagogischen Konzepten eng mit der Schule zusammen.

 

OGS:

An der Fleher Schule wird seit dem Schuljahr 2006/2007 mit der Offenen Ganztagsschule eine ganztägige und ganzheitliche Bildungs- und Betreuungsmaßnahme angeboten.
Die Trägerschaft der Offenen Ganztagsschule hat der Förderverein übernommen.
Ab dem Schuljahr 2008/2009 bieten wir die OGS für vier Gruppen mit jeweils maximal 25 Kindern an.
In jeder Gruppe ist eine pädagogisch ausgebildete Erzieherin und eine Ergänzungskraft tätig.
Die Betreuungszeit ist von 11:00 - 16:30 Uhr.
Es werden im Schuljahr sechs Wochen Ferienbetreuung angeboten.
Die Hausaufgabenbetreuung wird zum Teil von den Lehrerinnen durchgeführt.
Das Mittagessen wird mit Rohkost und Obst aus Bioanbau angeboten.
Die Nachmittagsangebote werden von externen Kooperationspartnern (KOOP) durchgeführt.

 

Schulgarten:

Im Schuljahr 1997/98 wurde auf eine Initiative der Eltern einer Klasse damit begonnen einen Schulgarten anzupflanzen, der im Sommer 1999 fertig gestellt wurde. Seitdem wird er gemeinsam von Kindern, Lehrerinnen und Eltern gepflegt.

 

2. Leitbild unserer Schule

2.1. Wir fördern die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Kinder

  • Besonders geeignet erscheinen uns die offenen Unterrichtsformen. Deshalb arbeiten wir an der Umsetzung von Wochenplanarbeit, Werkstattunterricht, Freiarbeit und Projekten zur Erreichung dieser Ziele.

  • Vom 1. Schuljahr an machen wir die Kinder mit Regeln vertraut, die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung fördern. Kinder müssen

eine Arbeit planen

mit Arbeitsmaterial umgehen

Arbeitsanweisungen verstehen und umsetzen

sich für eine Arbeit entsprechend ihren Fähigkeiten entscheiden

Absprachen treffen und einhalten

eine Arbeit zu Ende bringen

selbst kontrollieren

über Lernwege sprechen können

2.2. Wir wollen die Persönlichkeit und die soziale Kompetenz des einzelnen Kindes stärken

  • Das Kind wird in seiner Individualität gefördert und ermutigt. Gleichzeitig wollen wir es befähigen, sich als Teil einer Gruppe zu erleben und mit anderen Kindern angemessen zu kooperieren.

  • Wir erreichen das, indem wir miteinander

spielen und feiern

entdeckend lernen, planen und arbeiten

Konflikte angemessen im Gespräch lösen

2.3. Wir vermitteln unseren Schülern - entsprechend ihrem individuellen Leistungsvermögen - grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse

Dazu nutzen wir verschiedene Differenzierungsmöglichkeiten:

  • Wir differenzieren unseren Unterricht in Wochenplanarbeit, Freiarbeit, Werkstätten, Stationentraining,...

  • Wir bieten Arbeitsgemeinschaften an, an denen unsere Schüler ihren Interessen gemäß teilnehmen können.

  • In jahrgangsübergreifenden Fördergruppen erhalten unsere Schüler die Möglichkeit zur vertiefenden Arbeit.

  • Das Teamteaching ermöglicht individuelles und intensives Eingehen auf den einzelnen Schüler

2.4. Wir wollen gemeinsam Freude erleben

  • Freude vermitteln durch gemeinsame Aktivitäten, wie zusammen arbeiten, zusammen lernen, zusammen spielen und zusammen feiern.

  • Lernfreude und Motivation der Kinder erhalten, indem wir Neugier, Begeisterungsfähigkeit und individuelle Interessen wecken und fördern.

  • Kindern ein Gefühl des Vertrauens, der Sicherheit und des Aufgehobenseins vermitteln

2.5. Wir sind offen für:

Absprachen im Kollegium

Dazu gehören die Vereinbarungen innerhalb der Jahrgänge und jahrgangsübergreifend zu den einzelnen Fächern wie die Absprachen zu den Parallelarbeiten, das gemeinsame Rechtschreibkonzept.

  Zusammenarbeit mit den Eltern

  • Weiterentwicklung von schulischer Qualität

Wir greifen fachdidaktische Entwicklungen auf, machen uns auf den Weg neue

Medien in den Unterricht zu integrieren.

  • Konzepte, die außerschulisches Lernen ermöglichen

Wir fördern Zusammenarbeit mit Vereinen und Institutionen, suchen

außerschulische Lernorte auf, holen Experten in den Unterricht, um den Kindern die

Auseinandersetzung mit der Lebenswirklichkeit zu ermöglichen.

2.6. Schulordnung